Fünf Maßnahmen für mehr Privatpatienten

Auch wenn niemand gerne darüber spricht – Arztpraxen leben von der Behandlung von Privatpatienten. Privatpatienten bringen das Geld in die Praxis. Geld für gut ausgebildete Assistenzen, stetige Weiterbildungen und moderne Geräte.

Für die allermeisten Praxen ist es daher heutzutage unumgänglich, einen gewissen Anteil an Privatpatienten aufzubauen und konstant hoch zu halten. Gerade Privatpatienten sind dabei gleichzeitig sehr mobil, ihre Bereitschaft zu einem Arztwechsel vergleichsweise hoch.

Wie schafft man es also, mehr Privatversicherte anzulocken und diese als Stammpatienten in der Praxis zu etablieren? Die Beachtung folgender 5 Punkte liefert hierfür eine solide Ausgangsbasis:

1. Verstehen Sie guten Service als Marketinginstrument

Für die gezielte Anwerbung von Privatpatienten ist ein guter Patientenservice das A & O. Das Zielpublikum entscheidet sich längst nicht mehr für diejenige Arztpraxis, die dem Wohnort am Nächsten ist. Stattdessen werden verschiedene Faktoren gegeneinander abgewogen um aus einem weitreichenden Angebot die bestmögliche Option auszuwählen. Neben einer qualitativ einwandfreien Behandlung ist ein vielfältiges Angebot an hochwertigen Patientenservices entscheidend:

  • Morgen- und Abend-Sprechstunden: Die erste Hürde ist oft bereits die Wahl der Sprechzeiten. Kein Patient möchte sich für ein Hautscreening oder eine professionelle Zahnreinigung Urlaub nehmen. Bieten Sie also auch frühmorgens und abends Sprechstunden an, die sich für Ihre Patienten gut mit dem Beruf vereinbaren lassen.
  • Online Terminbuchung für eine schnelle Erreichbarkeit: Ihr Privatpatient möchte einen Termin buchen? Super! Achten Sie nun auf eine schnelle Erreichbarkeit Ihrer Praxis. Zur Vermeidung von Telefon-Warteschleifen können Sie beispielsweise Termine direkt 24/7 online buchen lassen.
  • Kurze Wartezeiten: Das betrifft sowohl die Wartezeit auf einen Termin, als auch die Zeit, die der Patient schließlich vor Ort im Wartezimmer verbringt. Je kürzer, desto besser.
  • Freundliches Personal: Klingt selbstverständlich – ist aber unverzichtbar, wenn Sie möchten, dass sich Privatpatienten in Ihrer Praxis wohlfühlen und gerne wiederkommen.
  • Terminbenachrichtigungen: Durch den automatisierten Versand von regelmäßigen Patientenbenachrichtigungen bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Patienten ohne dabei einen Mehraufwand zu verursachen.
2. Kommuniziere Sie aktiv und zielgruppengerecht

Sie bieten herausragende Behandlungen an und sind technisch mit den modernsten Geräten ausgestattet? Toll! Nun behalten Sie Ihre Vorteile anschließend bitte nicht für sich, sondern tragen Sie sie aktiv an die Zielgruppe heran. Kommunizieren Sie neue iGeL-Leistungen beispielsweise direkt über eine Push-Nachricht auf das Smartphone Ihrer Privatpatienten oder erinnern Sie rechtzeitig per SMS an jährlich wiederkehrenden Check-Up-Untersuchungen. Im besten Fall bieten Sie Ihrem Privatpatient dann die Möglichkeit, die angekündigte Leistung direkt aus der Nachricht heraus online zu buchen.

3. Glänzen Sie mit Exklusivität

Zeigen Sie die exklusive Behandlungsqualität Ihrer Praxis auch nach außen. Dies fängt bereits bei der Wahl des Standorts, der Räumlichkeiten und der Ausstattung an. Modern eingerichtete, helle Praxisräume in höherklassiger Lage wirken freundlich und einladend.

Achten Sie zudem auf ein umfassendes Branding. Damit geben Sie Ihren Patienten eine Erinnerungsstütze an die Hand und steigern den Wiedererkennungswert Ihrer Arztpraxis: Tragen Sie beispielsweise in der Praxis Kleidung mit Praxislogo und spiegeln Sie die Modernität Ihrer Praxis auch im Internet wieder: Stellen Sie sich und Ihre Leistungen auf einer nutzerfreundlichen, mobil optimierten und gut gepflegten Webseite vor und achten Sie auch hier auf die Einhaltung einer in sich konsistenten Corporate Identity.

4. Ziehen Sie Ihre Patienten in das Qualitätsmanagement mit ein

Ziehen Sie Ihre Privatpatienten bei der Umsetzung des Qualitätsmanagements mit ein. Grundsätzlich geschieht dies, indem Sie Ihren Patienten jederzeit ein offenes Ohr für Wünsche, Nachfragen und Feedback signalisieren. Auch in diesem Fall ist eine möglichst schnelle telefonische Erreichbarkeit anzustreben. Die Angabe einer Email-Adresse oder das Angebot eines Kontaktformulars auf der Homepage können die Kommunikation über das Telefon ergänzen. In diesem Fall muss jedoch auch eine möglichst schnelle und zufriedenstellende Reaktion auf schriftliche Nachfragen sichergestellt werden.

  • Patientenumfragen: Sie möchten Ihren Privatversicherten zusätzliche Services anbieten, wissen aber nicht genau, welche Angebote gewünscht sind? Fragen Sie einfach nach! So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie wissen um die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und signalisieren gleichzeitig, dass Sie in Ihrer Praxis Wert auf die Meinung der Patienten legen.
  • Umgang mit Beschwerden: Nehmen Sie das Feedback Ihrer Privatversicherten an und reagieren Sie zeitnah auf eingehende Beschwerden. Auf diese Weise fühlen sich Ihre Privatpatienten ernst genommen und verzeihen Ihnen auch kleine Vorfälle im hektischen Praxisalltag.
  • Lassen Sie sich weiter empfehlen: Nichts ist so glaubwürdig, wie die persönliche Empfehlung zufriedener Kunden. Dieser Leitsatz gilt auch in Ihrer Arztpraxis. Natürlich können Sie Ihre Privatversicherten nicht dazu zwingen, vor anderen Privatpatienten für Ihre Praxis zu schwärmen. Sie können die Weiterempfehlung aber dennoch mit einfachen Mitteln anregen. Senden Sie allen Privatversicherten beispielsweise nach der Behandlung automatische Follow-Up Emails, in denen Sie sich nach der Zufriedenheit erkundigen, auf Ihr jameda-Profil verlinken und Ihre Patienten höflich um eine Bewertung bitten.
5. Vernetzen Sie sich mit Ihren Kollegen

Zu guter Letzt: Blicken Sie über den Tellerrand hinaus und vernetzen Sie sich eng mit Fachkollegen und möglichen Zuweisern. Wenn schon Weiterempfehlungen anderer Privatversicherten als vielversprechende Marketingstrategie zu verstehen sind, stellen Sie sich nur vor, wie wertvoll ein empfehlendes Wort eines anderen Arztes für Ihre Praxis sein kann. Pflegen Sie daher einen engen Kontakt zu Ihren Kollegen und bauen Sie sich Ihr persönliches Arztnetzwerk auf, mit dem Ziel, Ihre Praxis verstärkt bei Privatversicherten zu vermarkten.

Fazit

Auch wenn eine optimale Behandlung aller Patienten im Fokus jedes Arztes steht, Praxen sind dennoch auf einen gewissen Anteil an Privatversicherten angewiesen. Die Umsetzung eines exklusiven Serviceangebots und einer zielgerichteten Kommunikation hilft Arztpraxen dabei, vermehrt Privatpatienten anzulocken und dauerhaft an die Praxis zu binden. Eine Einbeziehung des Zielpublikums in das stetige Qualitätsmanagement und eine enge Vernetzung mit Fachkollegen schafft schließlich die Grundlage für die Königsdisziplin des Patientenmarketings: Die Anwerbung neuer Privatpatienten durch persönliche Empfehlungen.

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