Asklepios Klinik Altona, Hamburg

Asklepios bietet seinen Zuweisern als Marketingmaßnahme und zur dauerhaften Bindung bestehender Zuweiser-Beziehungen den Service der Online-Zuweisung. Die Zuweiser der Urologie im Klinikum Altona sind die ersten, die in vielfacher Hinsicht von diesem Angebot profitieren.

Case Study

Die private Klinikkette Asklepios hat sich zum Ziel gesetzt, ein virtuelles Versorgungsnetzwerk zur gemeinsamen Behandlungskoordination und Patientensteuerung zu erschaffen. Dieses basiert auf einer gemeinsamen Prozessplanung mit ihren Zuweisern. Das vereinfacht die Zusammenarbeit im Netzwerk, entlastet den Verwaltungsaufwand für Klinik und Zuweiser, reduziert die Fehlerquote und führt nicht zuletzt zu einer höheren Versorgungsqualität für die Patienten. Die engere Anbindung der Zuweiser geschieht durch den Einsatz der webbasierten E-Health Plattform samedi. Auf Einladung erhalten Zuweiser einen für sie kostenlosen Zugang zur hochsicheren, TÜV-geprüften Websoftware, in die sie sich jederzeit – ohne Installation oder weitere Hardware – über jeden gängigen Internetbrowser einloggen können. Durch moderne Web 2.0-Technologie werden Überweisungen anschließend medienbruchfrei online abgewickelt. Die Asklepios Klinik baut sich dadurch nach und nach ein persönliches Netzwerk an Zuweisern auf. Zuweiser können für vorab festgelegte Behandlungen frei verfügbare Termine in der jeweiligen Fachabteilung der ausgewählten Asklepios Klinik einsehen und diese sofort online verbindlich für ihre Patienten buchen. Damit Patienten-Stammdaten nicht doppelt erfasst werden müssen, ist das E-Health-Tool über Schnittstellen an jede Abrechnungsund Praxissoftware angeschlossen. Zum Termin können zugehörige Vorab- oder Zusatzinformationen direkt und sicher übermittelt werden. Die Asklepios Klinik wiederum kann ihren Zuweisern nach der Behandlung Befunde, Arztbriefe etc. online zukommen lassen und dadurch einen lückenlosen Behandlungsinformationsfluss gewährleisten. Zuweiser profitieren also in vielerlei Hinsicht vom Service der Online-Zuweisung.

Mehrwerte der Online-Zuweisung

• Patientenzuweisungen oder Termine mit wenigen Klicks verbindlich buchen

• Patientendaten über eine Schnittstelle direkt aus dem Praxissystem übernehmen

• Weniger Telefonate, Post und Faxe bezüglich Terminierung und Datenaustausch

• Sichere Kommunikation mit Asklepios und anderen Netzwerkpartnern

• Termine sind jederzeit buchbar 24/7, unabhängig von telefonischer Erreichbarkeit

Bevor der Zuweiserservice in allen Gesundheitseinrichtungen der Asklepios Gruppe eingeführt wird, wird die Technologie in der Station Urologie der Asklepios Klinik Altona in Hamburg als Pilot ausgerollt. Ab Juli 2017 können die Hauptzuweiser der Urologie das besondere Serviceangebot nutzen und den Termin Prästationäre Sprechstunde für ihre Patienten mit nur wenigen Klicks online buchen, kurz darauf sollen zudem die Inkontinenzsprechstunde sowie die private Chefarzt-Sprechstunde von Prof. Dr. med. Christian Wülfing für die Online- Zuweisung freigeschaltet werden.

samedi zuweiser

Online-Zuweisung zur Prästationären Sprechstunde in der Urologie Asklepios Klinik Altona in nur 6 Schritten:

samedi Asklepios Altona

1. Patienten neu hinzufügen oder auswählen (ggf. über eine Schnittstelle zum Praxissystem)

2. Unter Institution „Urologie Asklepios Klinik Altona“ auswählen

3. Terminart (z.B. „Prästationäre Sprechstunde“) und Index-Operation auswählen

4. Verfügbare Termine sind Ihnen zur Buchung freigeschaltet

5. Kommentar eintragen oder med. Pflichtfelder ausfüllen (z.B. Diagnose oder Therapie)

6. Termin „speichern“ und die Zuweisung war erfolgreich

Sobald Zuweiser einmalig von der Urologie angebunden und zur Buchung autorisiert wurden, gestaltet sich die Zuweisung der Patienten inkl. Übermittlung aller relevanten Daten medienbruchfrei innerhalb weniger Sekunden und rund um die Uhr, ohne Telefonwarteschleife. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Online-Zuweisung als Marketingmaßnahme und zur dauerhaften Bindung bestehender Zuweiser-Beziehungen in der gesamten Asklepios-Gruppe eingesetzt werden.

Interview

Prof. Dr. med. Christian Wülfing
Prof. Dr. med. Christian Wülfing Chefarzt Urologie, Asklepios Klinik Altona
Aus ärztlicher Perspektive: Wo liegen die größten Potenziale, die Sie in der Digitalisierung für das Gesundheitswesen sehen?

Ich sehe vielfältige Ansatzpunkte, wo uns IT Applikationen die alltägliche Arbeit in der Klinik erleichtern können. Ich denke da ganz generell an die Verbesserung bestehender Abläufe und ein schnelleres, übersichtlicheres Arbeiten. Vor allem in Sachen Transparenz und Informationsfluss gibt es aktuell noch Luft nach oben. Durch eine Erleichterung der Kommunikation zwischen Arzt/Arzt bzw. Arzt/ Patient (bzgl. Voruntersuchungen, OPs, Medikamente), können wir uns sicherlich einige Doppeluntersuchungen sparen und den Patienten dadurch schneller helfen.

Welchen Stellenwert hat der Bereich E-Health aus Ihrer Sicht im Jahr 2017 im Vergleich zu 2007?

Leider hat man das Gefühl, dass IT im Bereich Gesundheit im Verhältnis zur IT im sonstigen Leben völlig hinterherhinkt. Das ist in 2017 noch evidenter geworden. Dadurch, dass die IT Nutzung überall zugenommen hat und mittlerweile fest im Alltag aller Menschen verankert ist, schätze ich den Stellenwert jedoch umso höher ein. Ob Gesundheitseinrichtungen qualitativ hochwertige Health-IT-Lösungen nutzen, könnte zukünftig für Patienten zum Entscheidungskriterium bei der Institutionsauswahl werden.

Für welche Zwecke soll samedi bei Ihnen eingeführt werden?

Im ersten Schritt setzen wir mit samedi auf eine unkomplizierte und schnelle Terminvergabe für die zuweisenden Ärzte, bevor wir vielleicht später auch unseren Patienten den Service der Online Terminbuchung ermöglichen. Darüber hinaus (ganz wichtig aus meiner Sicht!!) versenden wir in den Terminbestätigungen ab sofort Info-Material über die Abteilung (bspw. Wegbeschreibung, Ablauf-Erklärung, Fotos vom Stationsteam), die geplante Maßnahme (bspw. patientengerechtes OPVideo, TV-Interview mit Chefarzt über die betreffende Krankheit) und auch medizinische Fragebögen (bspw. Medikamentenliste, vorherige Erkrankungen, OPs). Wenn diese Informationen beim Erstgespräch vor Ort bereits vorliegen, führt dies zu einer Beschleunigung und Verbesserung des gesamten Behandlungsprozesses.

Welche Resultate/Optimierungen erhoffen Sie sich durch den Einsatz von samedi?

Mit steigender Nutzung der Online-Zuweisung erhoffen wir uns eine zunehmende Entlastung bei der telefonischen Terminvergabe in der jeweiligen Abteilung. Durch das automatisiert verschickte Infomaterial zum Termin verbessern wir unser Serviceangebot für Patienten und erreichen damit besser informierte Patienten, denen auch die Angst vor der Behandlung ein Stück weit genommen wird (bspw. weil der Patient schon vorab die Gesichter der behandelnden Ärzte kennt). Gleichzeitig erwarte ich dadurch eine Beschleunigung bei der OP-Planung. Bislang ist die Realität, dass medizinische Details häufig noch mühevoll erfragt werden müssen (z.T. auch mit Anrufen bei Hausarzt etc.). Das kostet sehr viel Zeit und lähmt den Prozess, was wiederum die Wartezeiten der Patienten verlängert. Wenn der Patient alle wichtigen medizinischen Infos automatisiert erhält und Fragebögen im besten Fall bereits vorab zum Termin vollständig ausgefüllt vorliegen, kann die OP-Vorbereitung weitaus schneller von Statten gehen.